Wahllose Gedanken - Part VI
Nach den herbstlichen gibt's nun heute auch noch die wahllosen Gedanken. Der Kollege Kreativität scheint aufgrund der Wetterlage sein Comeback zu geben. Sehr gut!
Eigentlich wär es mal wieder Zeit für einen Beitrag aus der Kategorie Gehört - aber so viel hab ich nicht zu den Ohrbooten zu schreiben. Sie sind halt einfach die Ohrbooten. In meinem Eintrag vom Mai hatte ich ja davon berichtet, dass ich aufgrund diverser Umstände ein Konzert verpasst habe. Also war es nun an der Zeit das nachzuholen. Für lau hatten die Berliner Wasserbetriebe zum Wasserfest an die Spree gebeten und für die frühen Abendstunden jene Kapelle engagiert. Schön. Zumal ja in der letzten Woche das neue Album erschienen ist, das an dieser Stelle jedem Freund des Gyp Hops ans Herz gelegt sei. Was soll ich noch sagen? Es war eine schöne Mischung aus neu und alt, aus Mitsingen und Nachdenken. Danke!
Der heutige Sonntag hielt für mich einen Besuch auf der IFA bereit. Ich war schon seit einigen Jahren nicht mehr dort und das war auch nicht weiter wild, wie ich heute feststellen durfte. Im Sommergarten hielt Inka Bause, bekannt aus Bauer sucht Frau, die paar Verrückten zwischen einer Reihe von Coverbands und DSDS-Verlierern bei Laune. Drin schrieb Jan Hofer Autogramme und Stefan Marquard kochte doch sehr gelangweilt vor sich hin. Überhaupt gab es nicht viel zu sehen, außer High Definition, Full HD, Ultra HD - nennt es, wie ihr wollt. Und Kaffee, Kaffee en masse. Sämtliche mir bekannten Hersteller von Vollautomaten waren versammelt um dem Publikum ihre Getränke zu servieren. Kam mir natürlich gelegen um meinen Koffeinspiegel auf normalem Niveau zu belassen. Was ich nicht wusste, das war, dass Melitta auch solche Vollautomaten herstellt. Sollten sie auch besser lassen, zumindest war der Milchschaum gar nichts für meinen Geschmack. Jura da natürlich ganz anders, ein Traum, dieser Espresso. Wenn ich eines Tages einige ganz große Scheine auf der hohen Kanta hab, dann wird mein DeLonghi-Modell davon abgelöst. Irgendwann - träumen und so.
Und dann spielte heute noch Nulldrei. Ich hatte am Donnerstag von den Zuständen rund um das Flutlichtspiel gegen die Tennis Borussen berichtet. Heute also die angekündigte Wiedergutmachung. Endergebnis Nulldrei. Zweimal Frahn und einmal der wohl äußerst gut aufgelegte Ümit Ergirdi die Torschützen. In Zipsendorf gegen Meuselwitz. Der Aufsteiger stand immerhin vor dem Spiel vor uns in der Tabelle. Jetzt am Samstag zu Hause gegen Magdeburg nachlegen und alles wird gut. Hoffen und so.
So, bevor ich jetzt den Post beende, kündige ich mal für die nächsten Tage wieder mehr politischen Content an. Die Bundestagswahl rückt schließlich näher. Muss sein! Ich bewerte jetzt noch ein neues Bier, Baltika 3 aus Sankt Petersburg, ein Lager, bin gespannt. Und nachher geht's noch in den Park eine Runde laufen. Muss ich hier schreiben wegen der Motivation - Überwindung und so.
Ein Abend zum Vergessen
Nach Niederlagen vermeide ich es meist, hier im Blog Worte zu finden. Aber das muss nach diesem Spiel gegen Tennis Borussia einfach sein. Es rumort beim beschaulichen Kiezverein ganz gewaltig, sowohl sportlich als auch neben dem Platz. Und man muss sich zu diesem Zeitpunkt wohl die Frage stellen, wo das Ganze hinführen soll.
Zunächst zum Sportlichen: Babacar N'Diaye erzielte am 6.6. den Siegtreffer zum 1:0 gegen Sachsen Leipzig. Seitdem sind fast drei Monate vergangen, die Spiele gegen Energie Cottbus (0:0), Bayer Leverkusen (0:1), Hertha BSC II (0:0) VfL Wolfsburg II (0:0) und Tennis Borussia (0:1) vor heimischem Publikum sind gelaufen und es fiel kein Tor für die Blau-Weißen. Kein Einziges! Kein einziges Heimtor seit drei Monaten. Bei sieben Stürmern im Kader.
Konnte man das gegen Cottbus und Leverkusen noch leicht verschmerzen, bleiben jetzt wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen. Überhaupt der Aufstieg, lohnt es sich denn noch darüber zu reden? Und an was ist die Misere überhaupt festzumachen, schließlich ist nicht nur Abschlussschwäche zu attestieren, es werden schlichtweg auch fast keine Chancen herausgespielt. Die drei Auswärtstreffer in dieser Saison resultierten alle aus Standardsituationen.
Glaubt man dem, was so in den Foren zu lesen ist, ist das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nicht in der Form intakt, wie es das sein sollte. Näher möchte ich darauf gar nicht eingehen. Ich schätze Dietmar Demuth, aber wenn man nicht in Zipsendorf gegen Aufsteiger Meuselwitz gewinnt, dann treten auch für ihn die Mechanismen des Geschäfts in Kraft, heißt, es wird eng. Von Außen ist das alles unerklärlich, wie man mit der Mannschaft, die man nahezu in Gänze zusammengehalten und punktuell verstärkt hat, nun diesen Saisonstart abliefern konnte.
Doch das war leider nicht das Schlimmste an diesem Mittwochabend. Wie ich im Lila Kanal nachlesen durfte, sind bei den Einlasskontrollen im Gästeblock derart befremdliche Dinge vorgefallen, die nicht nur das Image von Nulldrei nachhaltig schädigen werden, sondern auch für einen "weltoffenen Verein" (Zitat Eintrittskarte) wie Nulldrei nahezu abscheulich sind. Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass das Verhaltnis zu den Lila Weißen nun nicht gerade das schlechteste ist, was selbst die Staatsmacht dazu bewog den Kiez nicht mit Ordnungshütern zu pflastern.
Aber was tun "unsere" Ordner? Da werden Menschen, und damit meine ich sogar Rentner und Behinderte, dazu genötigt ihre Schuhe auszuziehen, Gürtel und Taschen ohne jeglichen Pfandschein abzugeben, ja, in Babelsberg sind sogar Hygieneartikel für Damen im Gästebereich untersagt. Das Ganze noch garniert mit einer Reihe von verbalen Bedrohungen und Beleidigungen. Es ist ja nun nicht das erste Mal, dass der Ordnungsdienst in Babelsberg negativ auffällt - und ich muss sagen, Konsequenzen sind endlich fällig.
Es wird Zeit zum Handeln, in den letzten Monaten ist viel Befremdliches im Verein passiert, an dieser Stelle sei beispielsweise an den eigenwilligen Umgang mit den Geldern aus dem Konjunkturpaket erinnert, mit denen ganz ursprünglich ja mal auch die Trainingsbedingungen verbessert werden sollten. Jetzt stehen auf der Agenda Dinge wie ein neuer Zaun um das Stadion, eine Videoüberwachungsanlage und eine Rasenheizung. Ob das dem Verein sportlich auch nur irgendeinen Mehrwert bringt, ist mehr als anzuzweifeln. Im Gegenteil, solche Anlagen wollen ja auch unterhalten werden und die dafür nötigen Mittel werden dann wohl im Personalbudget fehlen.
Quo vadis, Babelsberg 03?
Donnerstag, September 03, 2009 | Tags: Cottbus, Hertha, Karl-Liebknecht-Stadion, Konjunkturpaket, Leverkusen, N'Diaye, Nulldrei, TeBe, Wolfsburg | 2 Comments
Helles Flutlicht, leuchtende Bengalos...
...uns're Mannschaft spielt sich heut' (also morgen) zum Sieg. Ihr zur Seite die feiernde Kurve, die im Karli immer alles gibt! So oder so ähnlich könnte es morgen durch das Karl-Liebknecht-Stadion schallen - es ist wieder Flutlichtzeit und als Gegner gastiert der Aufsteiger Tennis Borussia Berlin am Fuße des Babelsberges.
Unvergessen ist für mich das Duell mit den Lila-Weißen in Herbst 2004, damals ebenfalls unter Flutlicht, als man nach 0:2 und 1:3 noch Unentschieden spielte und Henne Lau in der Nachspielzeit aus halblinker Position einfach mal abzog um eben jenen, frenetisch gefeierten, Ausgleich zu erzielen. Die Spiele gegen den definitiv sympathischsten Verein Charlottenburgs waren meist nett anzuschauen, wenngleich die beiden Clubs in den letzten Jahren jeweils eine Liga trennte. In dieser Saison allerdings steht der Aufsteiger nach vier Spieltagen mit einer Ausbeute von sieben Punkte zumindest bis morgen Abend sogar vor den Nulldreiern.
Die nämlich erzielten bisher erst eine magere Punkteausbeute von fünf aus 12, trafen erst dreimal ins gegnerische Tor bei ebenso vielen Einschlagen in Marian Ungers Netz. Nach dem Sieg am Samstag in Oberneuland (2:1) ist nun aber die Gelegenheit günstig, mit Dreiern gegen TeBe und in Meuselwitz eine kleine Serie zu starten, ehe dann der erneut als Favorit gestartete, aber erneut hinter den Guten platzierte 1. FC Magdeburg in Babelsberg gastiert.
Zuvor gilt es morgen erst einmal endlich das erste Tor aus dem Spiel heraus in der noch frischen Saison zu erzielen, bisher trafen lediglich Almedin Civa zweimal, jeweils per Kopf nach Eckball von Anton Müller, und Daniel Frahn einmal, per Elfmeter. Vielleicht wäre es also eine Überlegung wert morgen im Sturm zu wechseln und für Frahn, der sich in dieser Saison vor allem durch das Auslassen von Chancen auszeichnet, dem ehemaligen Tennis-Borussen Nicolas Hebisch eine Chance von Anfang an zu gewähren. Ein Wiedersehen mit ihrem alten Verein gibt es auch für Julian Prochnow und Ümit Ergirdi auf Seiten der Nulldreier sowie Gökhan Ahmetcik und Kapitän Martin Neubert bei den Lila-Weißen.
Wahllose Gedanken - Part V
Ja, es ist mal wieder Zeit für wahllose Gedanken. Der Alltag hat mich wieder, der Urlaub ist schon seit einer Woche vorbei, die Studienarbeit wurde heute abgegeben, die To-Do-Liste lichtet sich langsam. Die zehn Wochen Schlafdefizit, besser bekannt als Vorlesung, sind wieder in vollem Gange. Dieses Semester hat es mich ganz besonders heftig erwischt, der umsichtige Stundenplaner hat es wohl ein bisschen zu gut mit den Frühaufstehern gemeint, heißt, es geht fast immer um acht Uhr los. Schrecklich!
Aber nun zu den Dingen, die die Welt bewegen. Das 13. Internationale Berliner Bierfestival zum Beispiel, das an diesem Wochenende sein diesjähriges Stelldichein mit der Karl-Marx-Allee gab. Leider war mein Wochenende so sehr durchgeplant, dass es nur zu einem dreistündigen Besuch am Sonntag langte. Das hat dann dementsprechend auch nur zu 10 neuen Bewertungen gereicht, zumal die ProBier-Krüge gestern leider schon ausverkauft waren. Aber immerhin konnte ich meine 400. Bierbewertung feiern.
Ein echtes Leckerli gab's dann auch noch, ein Rochefort 10, das sich jetzt im Keller bei gemäßigter Temperatur ein paar Tage ausruht, bevor ich es getrunken werden kann. Rochefort 10, das soll, glaubt man einschlägigen Bewertungen, das drittbeste Bier der Welt sein. Und da schon das Rochefort 8 von mir mit der Traumnote 10 bedacht wurde, habe ich daran eigentlich keinen Zweifel. Zudem verwahrt die Post im Augenblick noch ein Westvleteren 8 für mich, ein Bier jener Brauerei, die mit Westvleteren 12 die unglaubliche Durchschnittsnote von 9,06 aktuell erzielt und damit unangefochten die Wertung anführt. Zwei ganz besondere Trappisten-Biere der Zisterziensermönche warten also auf mich, das schreit förmlich nach einem goldenen belgischen Sommer.
Und dann rollt ja auch noch der Ball endlich wieder. Nach dem wunderbaren, wenn auch sportlich erfolglosen, Appetithäppchen am Freitag vor einer Woche, als die Werkself aus Leverkusen im Karl-Liebknecht-Stadion gastierte und letztendlich knapp, aber verdient mit 1:0 in die zweite Runde einzog, war es an diesem Freitag die zweite Garde der Hertha, die bei meinen Blau-Weiß-Bunten endlich die neue Saison eröffnete. Und ich war so guter Dinge im Vorfeld, hatte Nulldrei doch eine tolle Vorbereitung gespielt, die ersten dreißig Minuten bestätigten mich da auch. Doch dann schied der neue Regisseur in Reihen der Babelsberger, Anton Müller, verletzungsbedingt aus und mit ihm humpelte der Spielfluss von dannen. Am Ende 0:0, bedingt durch die eklatante Abschlussschwäche zu Beginn des Spiels und den mangelnden Offensivqualitäten im weiteren Verlauf. Hoffen wir, dass Anton Müller schnell wieder fit wird - gute Besserung!
Auch in Liga Eins ging es wieder los, recht überaschungsarm der Spieltag. Werders Niederlage mag zwar den einen oder anderen verwundern, doch ich habe sie auch nicht auf der Rechnung für diese Saison. Die Abgänge von Diego und Pizarro sind nicht durch Marko Marin und Tim Borowski zu kompensieren, da mangelt es einfach an Qualität. Die Bayern müssen sich dagegen wohl bei Babak Rafati bedanken, überhaupt einen Punkt aus Sinsheim entführt zu haben. Da läuft noch nicht viel rund, wie man ja auch vor Wochenfrist gegen Neckarelz gesehen hat. Neben Mario Gomez muss man abwarten, ob die vielen Neuverpflichtungen wirklich den Kader qualitativ verbessern können. Bei Pranjic kann ich mir das schon vorstellen, Baumjohann und Olic verstärken den Kader eher in der Breite, Tymoshchuk hat wohl keinen guten Stand bei van Gaal, auch Braafheid wusste bislang nicht zu überzeugen und mit Rückkehrer Görlitz rechne ich eh nicht so sehr. Paradox, dass Spieler wie Hamit Altintop und Mark van Bommel, über die lange Gerüchte kursierten, sie könnten den Verein verlassen, und Nachwuchsspieler wie Thomas Müller und Holger Badstuber die Gewinner der Vorbereitung zu sein scheinen.
Was gab's sonst noch am Wochenende? Ach ja, DJ SummerLeague hat mir erneut einen sehr netten Samstagabend beschert, dafür vielen Dank an ihn und den Kollegen aus der russischen Staatsduma.
Montag, August 10, 2009 | Tags: Bayern, Bier, Bierfestival, DJ SummerLeague, Hertha, Leverkusen, Müller, Nulldrei, Rochefort, Rock'n'Roll Highschool, Studium, Waschhaus, Werder, Westvleteren | 0 Comments
David gegen Goliath: SVB erreicht zweite Runde
Ich gebe zu, der Titel ist recht reißerisch gewählt, schließlich tritt morgen zum Pflichtspielauftakt der SV Bayer 04 Leverkusen im Karli gegen den SV Babelsberg 03 an. Da der Modus vorsieht, dass nach 90, möglicherweise aber auch erst nach 120 Minuten und allerspätestens nach einem Elfmeterschießen eine Mannschaft der strahlende Sieger sein wird und somit zweite DFB-Pokal-Hauptrunde erreicht, steht also schon, ohne dass irgendjemand gegen das runde Leder getreten hat, fest, dass ein SVB es sein wird.
Der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze - dafür 3 Euro ins Phrasenschwein - und in der Geschichte wäre es beileibe kein Novum, wenn der David den Goliath aus dem Pokal kegelt. Dass auch Nulldrei dazu in der Lage ist, die Großen zumindest zu ärgern, dies bewiesen sie bereits mehrfach. So 1999, als man einen damaligen Bundesligisten, die Spielvereinigung Unterhaching, aus dem Wettbewerb (1:0) beförderte. 2006 war das Karl-Liebknecht-Stadion Endstation für den späteren Bundesliga-Aufsteiger Hansa Rostock (2:1). Im gleichen Jahr war dann nach einem umkämpften Spiel in Runde 2 der spätere Deutsche Meister VfB Stuttgart doch eine Nummer zu groß für Nulldrei (2:4). Im vergangenen Jahr scheiterte man erst nach der Verlängerung (1:2) am späteren Bundesliga-Aufsteiger und Pokal-Halbfinalisten Mainz 05. Knapp wurde es auch 1999 gegen Freiburg (2:4), 2001 gegen Hertha BSC (1:2) und 2002 gegen Borussia Mönchengladbach (0:1). Nur zweimal schied man deutlich aus, 2000 gegen Bochum (1:6) und 2007 gegen Duisburg (0:4). Die Vergangenheit gibt also Anlass zur Hoffnung auf eine spannende Partie.
Beide Mannschaften lieferten eine überzeugende Vorbereitung ab, Nulldrei konnte gegen die Zweitligisten Union Berlin (0:0), Energie Cottbus (0:0) und Rot-Weiß Ahlen (0:1) Achtungserfolge erzielen. Besonders die Defensive war abermals ein Garant für die guten Ergebnisse, aber auch im Spiel nach vorn zeigte sich das Team deutlich verbessert im Vergleich zur Vorsaison. Einzig der Torabschluss wollte noch nicht in der gewünschten Quantität gelingen.
Zeit, ein bisschen über die morgige Aufstellung zu philosophieren. Im Tor wird ohne Zweifel der neue Kapitän der Nulldreier, Marian Unger stehen. Trotz guter Leistungen in der Vorbereitung hat Ersatzmann Daniel Zacher derzeit keine Chance auf die Nummer 1. Die Innenverteidigung werden wie in der Vorsaison wohl Björn Laars und Ronny Surma bilden, Joan Oumari ist allerdings eine ernstzunehmende Alternative geworden. Auf der rechten Verteidigerposition sehe ich momenten Dennis Weidlich, der sich wieder einen Vorsprung gegenüber Rainer Müller erarbeitet hat. Auf der linken Abwehrseite denke ich, dass der Neuzugang aus Aue, Felix Dojahn, den Vorzug vor Matthias Rudolph und dem ebenfalls neu verpflichteten Onur Bayram (Türkiyemspor Berlin) bekommen wird.
Aufgrund des Gegners gehe ich von einer Doppel-6 aus, die Ex-Kapitän Almedin Civa und vermutlich der aus Chemnitz gekommene Anton Müller, der sich aus meiner Sicht in der Vorbereitung stärker als Julian Prochnow präsentiert hat, bilden werden. Davor geht die große Taktik-Frage los, die eigentlich nur mit einem echten Stürmer und somit drei Offensivkräften im Mittelfeld beantwortet werden kann. Ümit Ergirdi erscheint mir dabei ebenso wie Daniel Frahn gesetzt, wobei ich Letzteren eher in linken Mittelfeld als als Stürmer sehe. Bleibt noch eine Position im Mittelfeld frei, für die ich Patrick Moritz präferiere. Möglich allerdings auch, dass Erkan Kilicaslan ebenfalls ins Mittelfeld rückt. Eine defensive Alternative wäre es, Anton Müller zentral offensiv agieren zu lassen, wodurch doch noch ein Platz für Julian Prochnow freiwerden würde. Nach den Eindrücken der Vorbereitung denke ich nicht, dass Sven Hartwig oder Tobias Francisco für die Startelf in Frage kommen.
Vorn im Sturm gibt es die Qual der Wahl: neben Frahn, Francisco und Kilicaslan kommen für den freien Platz auch Clemens Lange, Nicolas Hebisch und Stefan Kutschke in Frage. Und ich habe keine Ahnung, wer es werden wird. Mir wäre Kilicaslan ganz recht, ich tippe allerdings eher auf Lange.
Und so formiert sich meine Wunschelf wie folgt:
Unger - Dojahn, Laars, Surma, Weidlich - Civa, A. Müller - Frahn, Moritz, Ergirdi - Kilicaslan
Für Kurzentschlossene dürften übrigens noch ausreichend Stehplatzkarten für das Spiel an den Stadionkassen verfügbar sein, im Vorverkauf wurden bisher über 4.000 Karten abgesetzt. Mein Tipp für die Zuschauerzahl beläuft sich daher auf gut 6.000, darunter etwa 400 Gästefans. Anpfiff ist übrigens 20:30 Uhr.
Und mein Tipp für's Spiel? Wenn ich gaaaaaaanz optimistisch bin, dann tippe ich, dass Leverkusen zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung gehen wird. Der eingewechselte Julian Prochnow schießt uns dann per Distanzschuss in der 88. Minute doch noch in die Verlängerung, die allerdings nie stattfinden wird, weil Ümit Ergirdi in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Freistoß aus halblinker Position unter der Mauer hindurch und an René Adler vorbei ins Tornetz befördern wird.
Man wird ja wohl mal träumen dürfen...
Donnerstag, Juli 30, 2009 | Tags: DFB-Pokal, Karl-Liebknecht-Stadion, Leverkusen, Nulldrei | 0 Comments
Wir aus dem Osten gehen immer nach vorn - Schulter an Schulter mit...
...Eisern Union. Huch, was schreib' ich denn da? Nein. Nein! NEIN! Natürlich nicht. Aber man könnte es fast glauben, schließlich widme ich heute meinen fünfzigsten Post den Eisernen von der Wuhle. Ich wollte ja drum herum kommen, aber nun ist mein Besuch schon wieder über vier Tage her - und eh ich etwas Neues schreibe, da muss ich wohl das Alte erstmal abarbeiten.
Fünfzig Beiträge, find' ich ja nicht schlecht für gut fünf Monate Bloggen, auch wenn ich gerade in letzter Zeit gern mehr geschrieben hätte. Trotzdem freue ich mich über 171 unterschiedliche Besucher in den vergangenen dreißig Tagen, 373 waren es seit dem Start des Blogs. Natürlich muss man die Zahlen auch ein wenig relativieren, denn eigentlich werden ja damit nur PCs als unterschiedlich aufgefasst, die natürlich allein schon aufgrund einer veränderten Konfiguration oder eines veränderten Standorts zu neuen Besuchern werden können. Und das sind auch keine großen Zahlen, aber ich freu' mich natürlich schon darüber, wenn hier gelesen wird, was ich meiner QWERTZ-Tastatur - oder manchmal auch dem Handy - so zumute.
Also an dieser Stelle vielen Dank meinen treuen Lesern - stoßt mit mir auf die nächsten Fünfzig an! Ich tu' das mit einem Hohenfelder Pilsener, mein 375. zu bewertendes Bier übrigens.
Aber nun zurück zu den Eisernen. Am Sonntagnachmittag bei bestem Fußballwetter verschlug es mich zum zweiten Mal binnen einer Woche nach Köpenick. Das erste Mal, das war der Dienstag letzter Woche, ein müder Sommerkick meiner Nulldreier beim Köpenicker SC. Und am Sonntag dann meine Premiere im umgebauten Stadion "An der alten Försterei", im Folgenden "neue Försterei" genannt. Mein letzter Besuch dort ist schon gut zwei Jahre her. Beim einzig wahren Berlin-Brandenburg-Derby sprang damals, als beide Mannschaften noch drittklassig waren, ein 1:1-Unentschieden heraus. Heute trennen den Zweitligaaufsteiger Union Berlin und Nulldrei gleich zwei Spielklassen Differenz.
Ich war gespannt auf dieses Stadion, schließlich wurde es für siebeneinhalb Millionen in der vergangenen Saison saniert, fasst nun gut 19.000 Zuschauer und ist komplett überdacht. Möglich wurde diese kostengünstige Sanierung nur durch ein nie da gewesenes Engagement von über 2.000 Eisernen, die in 140.000 Arbeitsstunden aus der alten eine neue Försterei machten. Wenn man da an den eigenen bevorstehenden Stadionumbau denkt, für den 8 Millionen vorgesehen sind, dann kommt da schon ein gewisser Neid auf das Erreichte daher.
Das neue Försterei hat ihren ganz eigenen Charakter nicht eingebüßt, immer noch führen die selben Wege an der Wuhle vorbei zum Gästeeingang, wo am Sonntag mit sieben bzw. die ermäßigten Stehplätzler mit sechs Euro zur Kasse gebeten wurden. Für einen Zweitligisten passt das schon. Auch das Bier zu 2,90 Euro pro halbem Liter - auch wenn es Berliner Pilsener ist - völlig in Ordnung und damit sogar günstiger als im heimischen Karli. Als Pausenverpflegung wählte ich eine Bratwurst, über die wir aufgrund ihrer suboptimalen Farbgebung mal lieber einen Mantel des Schweigens hüllen. Da ist leider der gute alte Holzkohlegrill der elektrisierten Variante gewichen, mit der man offenbar noch nicht so recht umzugehen wusste. Aber auch hier mit 2 Euro ein bei entsprechender Qualität angemessener Preis.
Erklimmt man die Stufen hinauf zur Gästetribüne, erwartet einen ein reines Fußballstadion, wie es das schon immer war. Die Haupttribüne wirkt inzwischen zwar etwas verloren, da sie als Einzige beim Umbau wohl keine oder wenig Berücksichtigung fand und so optisch von den drei Stehplatztribünen doch arg erschlagen wirkt. Die Akustik ist wegen der Überdachung natürlich um ein Vielfaches verbessert worden, wenngleich die Ausprägung des Schalls im Stadion wohl noch etwas gewöhnungsbedürftig anmutet. Konkret: man bleibt akustisch unter sich, auch werden die Eisernen auditiv nicht mehr als Einheit, sondern nun deutlich geteilter wahrgenommen.
Zum Spiel: Es gab ein Wiedersehen mit Carsten Busch im Tor der Unioner, Karim Benyamina und Shergo Biran durften zumindest zeitweise im Sturm der Köpenicker ran. In der ersten Hälfte entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel, wohl aber mit einem Chancenpus für den Zweitligisten. In Halbzeit zwei konnten die Blau-Weißen immer weniger für Entlastung sorgen und das Spiel gestaltete sich somit etwas einseitiger. Dennoch war es abermals vor allem Marian Unger zu verdanken, dass die Null stand und am Ende man sich somit friedlich und torlos trennen konnte. Auch andere Spieler machten eine gute Partie, aus meiner Sicht vor allem Denis Weidlich mit einem ordentlichen Spiel, sodass ich die Mannschaft alles in allem als gut aufgestellt für den Kampf um den Aufstieg betrachte.
Auf dem Rückweg aus der Försterei gab es selbstverständlich die obligatorische Polizeieskorte, wobei das diesmal alles im Rahmen des Ertragbaren ablief, auch dank eines gut aufgelegten Einsatzleiters. Trotzdem muss man natürlich fragen, ob denn wirklich fünfzehn Mannschaftswagen und ungefähr ein Grüner auf zwei Blaue bei einem Testspiel eingesetzt müssen, um die zu diesem Zeitpunkt noch gut 150 Menschen vom Stadion in die Heimat zu begleiten.
Aber nun gut, am heutigen Freitag steht im Karl-Liebknecht-Stadion die Saisoneröffnung ab 18 Uhr an, wo es neben Freibier und einer Mannschaftsvorstellung auch ein Testspiel gegen Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus zu bestaunen gibt. Am Sonntag dann der letzte Test beim Zweitligsten aus Ahlen, um dann hoffentlich bestens gerüstet ins DFB-Pokalspiel am kommenden Freitag zu gehen. Unter Flutlicht empfängt der SV Babelsberg 03 um 20:30 Uhr dann den ewigen Zweiten und amtierenden DFB-Vize-Pokalsieger, die Werkself von Bayer aus Leverkusen, das Ganze selbstverständlich auch live in voller Länge und in der Konferenz auf sky. Und eine Woche später gibt es dann ebenfalls am Freitagabend den Regionalliga-Auftakt gegen die Zweitvertretung der Hertha. Ich freu' mich drauf - endlich Schluss mit Sommerpause!
Und niemals vergessen: Drei zu Zwei!
Freitag, Juli 24, 2009 | Tags: Ahlen, Alte Försterei, Benyamina, Biran, Busch, Cottbus, Hohenfelder, Karl-Liebknecht-Stadion, Leverkusen, Nulldrei, sky, Unger, Union | 1 Comments
Zeit, Bilanz zu ziehen
Das Spieljahr 2008/09 für Nulldrei ist rum - naja, zumindest so gut wie, nächste Woche ist noch das Landespokalfinale in Schöneiche angesetzt, wo hoffentlich zum vierten Mal in Folge der Titel und damit der DFB-Pokal-Erstrundeneinzug gesichert werden kann. In diesem Jahr hat man sich dort abermals gut verkauft, scheiterte erst in der Verlängerung mit 1:2 am späteren Halbfinalisten Mainz 05. Unvergessen sicherlich Patrick Moritz Ausgleich in der Nachspielzeit, nachdem in eben jener die Nullfünfer ihrerseits die Führung erzielen konnten.
Samstag, Juni 06, 2009 | Tags: AF 477, Der Ball ist bunt, Karl-Liebknecht-Stadion, Kock, Nulldrei | 0 Comments
Wahllose Gedanken meets Hamburg, eine Perle feat. Premiumfernsehen
Ach ja, es ist mal wieder Zeit für wahllose Gedanken - einfach weil ich schlichtweg keine Zeit habe über irgendwas ausführlicher zu schreiben. Ich hab sie jetzt eigentlich auch nicht, aber mag grad auch einfach nichts Sinnvolles tun. Ausnahmsweise. Und deswegen nutz ich jetzt einfach mal meinen Twitter-Account als Notizzettel der letzten Tage, um nichts zu vergessen. Es folgt eine Abarbeitung der Geschehnisse (oh, heftiges Wort) seit Freitag.
Der fing schon super an: eine Mitfahrgelegenheit sollte mich mal wieder nach Berlin bringen, woraus aber nichts wurde. Fast am Hamburger Hauptbahnhof angekommen, schellte das Telefon. Unfall. Auto kaputt. Vom Lastwagen überrollt. Naja, fast - also angefahren. Schnell Freund und Helfer Bahn nach einem Ticket gefragt, gab es auch - für sagenhaft günstige 61,20 Euro. Waren schon die vergünstigten Konditionen. Und einen Sitzplatz auf dem Boden des ICE gab's gratis oben drauf. Oh, ich hätte fast die dreiunddreißig Minuten Verspätung vergessen zu erwähnen, die der Zug schon in Hamburg hatte. Über die weiteren Umstände, die so eine Fahrt mit sich bringt, hatte ich ja schon einmal berichtet.
Der restliche Tag wurde dann glücklicherweise besser, also deutlich besser. Ich hatte geladen zum Trällern unter Einfluss von Röstaromen. Tolles Wortspiel, ich klopf mir noch heute dafür auf die Schulter. Nach gemeinschaftlichem Frühjahrputz und ausgiebiger Shoppingtour gab's Fleisch und Wurscht, frisch von den glühenden Holzkohle gebräunt. Nachdem die Ins und Outs der Schürzen dieser Welt ausgemacht waren, ging's an die Beschaffung des gesangstechnisch notwendigen Equipments mit anschließendem, witterungsbedingten Fahrservice. Matze und Rudi gaben sich mit'm Bierchen in der Kralle an diesem Abend zum verdammten dritten Mal die Ehre: Friedrichshain in Extase, gut, dass die Ringbahn in den Schienen blieb. Wer jetzt noch mehr sehen und auch hören will, der suche selbst im Facebook danach - ich verlink' die Fotos und dieses unsägliche Video jedenfalls nicht.
Samstag begann mit einer sportlichen Tageshälfte: ich konnte mich kaum entscheiden, ob ich dem Qualifying in Barcelona oder dem Aufstieg der Unioner visuell oder der Niederlage meiner Nulldreier in Halle auditiv folgen sollte. Aufstieg adé, also nicht rechnerisch, aber endgültig. Es folgte die Bundesliga-Konferenz, an dieser Stelle vielen Dank nach Stuttgart. Eine Träne für das Exil konnte ich ja erst am Sonntag verdrücken. Danach schnell in die o2 World zu ALBA, ging gegen Oldenburg - das Ergebnis müsste ich jetzt googlen, die Hauptstadt hat jedenfalls gewonnen. Die Nacht schloss mit dem Morgen und der Vernichtung der bereits verstorbenen Fleischreste des Vortags.
Und hier kommt das Premiumfernsehen ins Spiel: Schwiegertochter gesucht! Die bewegende Geschichte von Hartmut und Nicole begleitete uns durch den Abend, einfach nur schön. Wer daran auch noch einmal zurückdenken möchte, hier die komplette Playlist auf YouTube.
Mein Sonntag gestaltete sich relativ entspannt, irgendwo zwischen der Sonne über den Dächern und nicht bearbeiteten, aber immerhin erstellten ToDo-Listen. Davon gab's Montag nach meiner Rückkehr nach Hamburg noch mehr, also von den Aufgaben und ihren Sammlungen. Arbeiten sich auch nicht wirklich ab, dafür geht das Arbeiten jetzt schon meist bis zwanzig Uhr. Nachfolgende Anrufe nicht ausgeschlossen. Und so seh ich grad gar nicht viel von der schönen Stadt und dem schönen Wetter, aber dafür sind's auch nur noch zwei Tage bis zum Wochenende. Puuuuuh.
Während ich das geschrieben hab, kam auch mein Abendessen an - musste heute mal sein. Und die Liga bleibt spannend, durfte ich gerade auf dem Handy bewundern. Ich mach jetzt doch noch ein bisschen was Produktives und dann geht's ab in die Nacht, heute mal zu verbringen zwischen Decke und Kissen.
Dienstag, Mai 12, 2009 | Tags: ALBA, Bahn, Berlin, EWE Baskets Oldenburg, Facebook, Formel 1, Hamburg, Matze und Rudi, Nulldrei, o2 World, Schwiegertochter gesucht, Stuttgart, Twitter, Union, YouTube | 0 Comments
Wahllose, heute sportliche, Gedanken
Es ist mal wieder Zeit für's Bloggen via Handy, schließlich bin ich gerade zum fünften Mal innerhalb von dreizehn Tagen auf den rund 300 Kilometern zwischen Berlin und Hamburg - und viel sinnvollere Dinge habe ich gerade nicht zu tun. Der Bus ist voll, für den Laptop bleibt kein Platz und der Kollege neben mir hat die Lektüre, die ich jetzt gut gebrauchen könnte: 11 Freunde.
Und in den Zusammenhang fällt mir direkt ein Thema ein, zu dem ich mich hier noch gar nicht geäußert hab: die Klinsmann-Entlassung. Ich verstehe sie - und doch irgendwie nicht. Hätte der Vorstand denn nicht schon bei seiner Verpflichtung wissen müssen, auf was man sich mit Klinsmann einlässt? Das Wissen besitzen, dass man jemandem wie Klinsmann weitreichende Handlungskompetenzen zugestehen muss. Wenn man jetzt zurückblickt, war das Projekt doch schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Und doch habe ich meine Meinung geändert: während ich in der Zeit vor Barcelona '09 noch dachte, die Klinsmann-Geschichte bräuchte einfach noch Zeit, bin ich nun der Ansicht, dass die Liason JK-UH-KHR einfach ein großes, teures Missverständnis war. Mein Umschwung ist ganz einfach zu erklären, ich dachte zunächst, das dünne Spielermaterial ist schuld an den Ergebnissen - ist es sicherlich auch, nur mit der Einschränkung, dass der Vorstand eben nicht bereit war und gewesen wäre, für Klinsmann anderes zu beschaffen. Siehe Donovan. Siehe van Bommel. Siehe Rensing. Siehe Podolski. Ob nun Heynckes oder Peter Neururer auf der Bank sitzt, ist mir eigentlich herzlich egal, Hauptsache, er ist in vier Wochen weg.
Um noch kurz auf die Ligalage einzugehen: bis gestern um 15:30 Uhr war der VfB für mich der Topfavorit auf die Meisterschaft, inzwischen ist es Wolfsburg. Aber die beiden spielen ja am nächsten Wochenende gegeneinander, da kann sich alles ändern, da kann der VfB wieder dick im Geschäft sein, die Bayern wieder fast aus eigener Kraft Meister werden. Hertha und Hamburg haben sich durch eben ein solches direktes Duell heute wohl aus dem Titelkampf verabschiedet.
Drei Ligen tiefer sieht es nicht mehr so gut aus für meine Nulldreier. Hatte man das direkte Duell mit Holstein in der vergangenen Woche gewonnen, wäre man jetzt punktgleich mit den Störchen Zweiter, so langt's zu Platz 3 und sechs Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter, der heute ohne Punkte gegen Halle blieb. Die Hallenser sind somit weiterhin mit guten Chancen auf den Platz an der Sonne unterwegs und am kommenden Wochenende unser Gegner. Am Maifeiertag gastierte die zweite Mannschaft von Hansa Rostock im Karli, durch Tore von Daniel Frahn und Jimmy Hartwig hieß es an diesem sonnigen Freitagnachmittag zwei zu null für die Guten und in diesem Fall auch Besseren.
Genug Gedanken gefasst, Hamburg ist zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber meine Daumen wollen nicht mehr so recht mit der Handy-Tastatur harmonieren.
Gibt's eigentlich Frühlingskicks?
Wenn ja, dann war das heute genau so einer. Ein müder Sommerkick in der Frühlingssonne, die an diesem Samstagnachmittag schien - was die ganze Geschichte doch recht angenehm machte. Aber der Reihe nach, Nulldrei hat gewonnen, eins zu null gegen Türkiyemspor. Mit denen kam Florian Grossert zurück in die Heimat, machte ein gutes Spiel. Eigentlich ein bisschen schade, dass der nicht mehr da ist, soll wohl im Sommer mal lose Kontakte gegeben haben.
Und wenn mich jetzt jemand fragt, wieso ich das Video eingefügt hab: Song kam in der Halbzeit, find' ich gut, ein Stück Friedrichshainer Lebensgefühl. Außer das mit dem Sterni, das müsste nicht sein.
Samstag, März 21, 2009 | Tags: Die Wallerts, Friedrichshain, Grossert, Karl-Liebknecht-Stadion, Kiel, Moritz, Nulldrei, Spätverkauf, Speer, Sternburg, Surma, Türkiyemspor, UNESCO | 0 Comments
Es ist wieder Zeit für wahllose Gedanken
Ja, wieder gab's drei Tage keinen Eintrag, dann muss ich das jetzt wohl wieder im Schnelldurchlauf nachholen. Wieso gab's keinen? Mein Terminplan ist so voll wie lange nicht mehr, vielleicht wie noch nie. Die Lücken kann ich locker mit ToDo's ausfüllen. Aber neun von siebzehn Wochen ohne Urlaub sind geschafft: Schulung, Theorie, Klausuren, Schulung, Projekt - dann ist es schon soweit. Beim Blick in meinen Kalender konnte ich mich gestern trotzdem freuen: dank Ostern gibt's sechs freie Tage in Folge zwischen Klausuren und Schulung - und das ohne einen einzigen Urlaubstag zu verschwenden. Wahnsinn!
Was soll ich eigentlich groß von meinem Wochenende berichten? Es war irgendwie gewöhnlich, mein Schlafrhythmus ist wie so oft im Arsch, kann aber dank Schlafdefizit wohl schnell wieder vorlesungstauglich angepasst werden. Krank bin ich auch, zumindest würden andere Leute das so nennen - hab' ich aber keine Zeit für. Ach ja, Jimi Blue erfreute mich zu allem Überfluss am Samstagabend, respektive Sonntagmorgen, akustisch. Ich dachte immer, DJs, die noch richtig mit Vinyl arbeiten, wären eigentlich ganz cool. Muss getäuscht haben.
Da fällt mir glatt eine Fragestellung ein, die mich zwischen Berliner Pilsener und Jever Lime beschäftigte: Gibt es in Clubs bestimmte Pflichtsongs, die jeder DJ spielen muss? Ich kann kaum glauben, dass es Zufall sein soll, einige musikalische Meisterwerke unabhängig vom Mann an den Reglern, sei er Vinyl-, Plastik- oder Festplatten-Akkrobat, nahezu immer an diesem Ort zu hören, während es um genau die gleichen musikalischen Ergüsse in anderen Einrichtungen eher spärlich bestellt ist.
Was gab's noch? Nulldrei hat gewonnen in Altona, zwei zu eins, Treffer vom Frahner und Jimmy Hartwig bescheren den zweiten Sieg in Folge, den elften insgesamt. Durch die Dreier von Kiel und Magdeburg bleibt's beim vierten Tabellenplatz und sieben Punkten auf die Spitze, nach hinten sind's mittlerweile zehn Punkte bis Platz fünf und der Zweiten aus Hannover. Nächsten Samstag kommt Türkiyemspor an den Babelsberger Park, drei Punkte sind Pflicht.
Bundesliga war an diesem Wochenende recht überraschungsfrei, Ausnahme vielleicht das 4:0 der Bremer gegen Stuttgart. Hertha gewinnt schon wieder, das reicht jetzt aber langsam mal. Hoffenheim mit dem erwarteten Einbruch in der Rückrunde, die müssen ganz schön kämpfen um in den internationalen Rängen zu bleiben. Stuttgart, Schalke und Leverkusen schwächeln allerdings auch, sodass sich von hinten derzeit noch nicht so viel Druck ergibt. Bayern sechs bis acht Wochen ohne Klose, das wird schwer. Kann man nur hoffen, dass Toni bald zurückkommt. Nahezu ohne Stürmer (Sorry, Poldi!) wird's vor allem in der Champions League fast unmöglich.
Was gibt's noch Spannendes? Wie Stefan Niggemeier berichtet hat SpOn in Sachen Amoklauf nachgelegt. Und wer am Freitagabend Schlag den Star auf Pro Sieben gesehen hat, wird vielleicht genauso irritiert gewesen sein wie ich. Mehr dazu gibt's von Peer Schader im F.A.Z.-Fernsehblog.
Fast vergessen: ich hab' eine neue Einschlaflektüre, Statistische Methoden der BWL und VWL. Ich würde fast sagen, das ist noch schlimmer als Romeo und Julia auf dem Dorfe und Kleider machen Leute zusammen. Damals wollte man mir immer weismachen, dass ich irgendwann den Gottfried Keller zu schätzen wissen werde - und ich hab's nicht geglaubt. Jugendliche Naivität.
Montag, März 16, 2009 | Tags: Altona, Amoklauf, Bayern, Bremen, Frahn, FritzClub, FritzClubDisco, Hartwig, Hertha, Hoffenheim, Jimi Blue, Klose, Nulldrei, Podolski, Pro Sieben, Studium, Stuttgart, Toni, Türkiyemspor, Urlaub | 4 Comments
Viernull für Nulldrei
Das war doch gestern endlich wieder ein schöner Fußballabend im Karli, wobei es davon ja so viele in letzter Zeit eh nicht gab.
Um's kurz zu machen: Vierter gegen Sechster - Wilhelmshaven kam ins Karli, der ursprünglich angedachte Termin war wie schon in der Hinrunde den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen. Die Voraussetzungen waren nicht die besten, sechs sieglose Spiele in Folge, eine verdammt schlechte Vorstellung am vergangenen Freitag gegen Cottbus und obendrein war noch unser treffsicherster Stürmer Daniel Frahn gelbgesperrt. Gut, es ging wieder unter Flutlicht ran, Babelsberger Wetter blieb diesmal aus.
Es fing nicht sonderlich spektakulär an - und hätte Patrick Moritz nicht per Freistoß aus gut 20 Metern gegen den indisponierten Torwart der Gäste eingenetzt, ich weiß nicht, wie das Spiel ausgegangen wäre. In der zweiten Hälfte wurd's besser, Demuth brachte Lange und Müller für N'Diaye und Ergirdi - und die beiden machten den Sack zu.
Der Linge trifft wieder! Und sogar gleich doppelt.
Am Ende vier zu null, vielleicht etwas zu hoch, aber die Jadestädter hatten auch nicht viel entgegenzusetzen. Die Mannschaft ebenso wie die Kurve leistungsmäßig deutlich verbessert zum Spiel gegen Cottbus. Jetzt geht's am Samstag in Altona ran, sieben Punkte sind's bis zur Spitze, nein, ich will gar nicht träumen.
Donnerstag, März 12, 2009 | Tags: Altona, Cottbus, Demuth, Ergirdi, Frahn, Karl-Liebknecht-Stadion, Lange, Moritz, Müller, N'Diaye, Nulldrei, Wilhelmshaven | 0 Comments
Gedanken, wahllos
Mensch, drei Tage kein Blogeintrag, das ist nicht gut. Aber meine Zeit ist derzeit knapp, es gibt trotzdem wieder mehr, versprochen! Ich fass jetzt einfach mal ein paar Sachen wahllos in diesem Post zusammen, über die ich teilweise eigentlich mehr schreiben wollte, aber nicht kann.
Donnerstag wollte ich eigentlich noch groß über den Frühling schreiben, tagsüber war geiles Wetter und ich hatte mir sogar vorgenommen ein bisschen laufen zu gehen. Hätt' ich Bio und Chemie nicht schon nach der Sek. I nicht mehr angewählt, wäre jetzt hier eine ewig lange Abhandlung darüber gefolgt, was der nahende Frühling für Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Hab ich aber - und so bleibt Euch das erspart. Jedenfalls hat's natürlich pünktlich gegen Mitternacht angefangen zu regnen, bin trotzdem gelaufen - war nass.
Freitag - so viel hatte ich ja schon getwittert - war Rückrundenheimauftakt für Nulldrei. Ich habe mich so sehr auf das Spiel gefreut, seit viereinhalb Monaten war ich nicht im Karli. Drei Heimspiele verpasst wegen meiner Arbeit in Aachen, dann diese unendlich lange Winterpause, Spiel gegen Wilhelmshaven abgesagt - also war's nun Cottbus Zweite. Um's kurz zu machen: das Spiel war eines der Schlechtesten, was ich in den vergangenen Jahren gesehen hab. Am Ende leistungsgerecht 1:1-Unentschieden, Support war nicht doll, die Nazis im Gästeblock waren's noch weniger. Hätte so schön werden können - und ich kann mir immer noch nicht erklären, wieso es das nicht wurde, war doch Babelsberger Wetter - also auch nass.
Kleine Gedankenstütze am Rande:
Babelsberg, mein Sportverein,Freitagabend, Nachtleben, Musik war gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt besser als erwartet. Da trifft man eigenartigerweise sogar Leute von früher. Komisch. Die waren sonst immer im Waschhaus, wo jetzt - also zum Beispiel Samstag - kaum jemand ist.
Du sollst nie alleine sein.
Diese Liebe sollst Du haben,
Blau und Weiß sind uns're Farben.
War schon mal jemand im Café Rothenburg? Ziemlich verrentnert da, zumindest optisch - richtig alt wurd's aber im Gutenberg 100, wo Matze und Rudi ihr erstes Comeback gaben. Dieses Mal nur drei Groupies, dazu auch noch männliche. Letztes Mal lief's besser, lag aber wahrscheinlich auch am da noch vorhandenen Publikum. Das wartete-tete-tete auf Bumerang. Bumerang hat aber eben jenes verrentnerte Publikum frühzeitig nach draußen befördert, in dem Glauben jemand vermisse sie wie die Hölle. Ich fand's trotzdem gut.
Demnächst an dieser Stelle mehr.
Montag, März 09, 2009 | Tags: Aachen, Brennstoff, Café Rothenburg, Cottbus, Frühling, Gutenberg 100, Karl-Liebknecht-Stadion, Matze und Rudi, Nachtleben, Nazis, Nulldrei, Potsdam, Rentner, Waschhaus, Zlatko | 2 Comments
Nulldrei in Magdeburg
Punkt in Magdeburg geholt - oder zwei verloren? Wohl eher ersteres. Magdeburg war besser, hatte die klareren Tormöglichkeiten, bekam zu Beginn des Spiels ein reguläres Tor aberkannt. Klose reloaded.
Nach der Führung der anderen Blau-Weißen Elfmeter für uns. Moritz gefoult, schießt selbst, trifft - und wird zurückgepfiffen. Es soll jemand zu früh im Strafraum gewesen sein, wohl ein Magdeburger, wobei im mdr von einem Babelsberger die Rede ist. Erlebt man selten, dass so etwas gepfiffen wird. Nun ja, im zweiten Versuch hat's dann nicht mehr geklappt, schade. Später gab's aber zum Glück noch einen Elfer, Frahn trifft, 1:1, Endstand.
Acht Punkte und ein Spiel Rückstand auf Kiel, die bis kurz vor Schluss ín Cottbus zurücklagen und binnen Minuten das Spiel noch drehen konnten. Halle gewinnt 1:0 in Wilhelmshaven.
Ein bisschen träumen kann man noch, vorausgesetzt am Freitag gibt's im Karli einen Sieg gegen die Zweite von Energie. 19:00 Uhr unter Flutlicht - wer das verpasst, ist selbst schuld.
Bilder vom Spiel gibt's wie immer bei 03Support, dazu einen ausführlichen, wenn auch etwas regionalgeprägten Bericht beim Sport im Osten im mdr Fernsehen.
Auf geht's in die Rückrunde
Wenn nichts Unvorhersehbares passiert, startet für den SV Babelsberg morgen das Spieljahr 2009 - und das ausgerechnet beim Favoriten in Magdeburg.
Die Rückrunde, das ist ja inzwischen ein rotes Tuch, 2004-'06 hat man in eben jener den Aufstieg verspielt, '07 dann hat's endlich geklappt, auch wenn zeitweise noch ganz schön gezittert werden musste. Im vergangenen Jahr der direkte Wiederabstieg, bedingt sicher auch durch die neue eingleisige dritte Liga. Aber nun ja, auch diese Rückrunde war recht frei von positiven Überraschungen.
Nun ist es also wieder soweit - und obwohl Trainer Dietmar Demuth in der Winterpause als Saisonziel den Aufstieg ausgegeben hat, kann ich nicht so ganz daran glauben, dass das gegen finanziell übermächtige Konkurrenten wie eben Magdeburg und Kiel möglich sein soll. Aber das ist ja das schöne am Fußball - wichtig is' auf'm Platz.
Am vergangenen Wochenende trennten sich beide 1:1-Unentschieden, was uns zunächst einmal in die Karten spielen dürfte. Im Hinspiel gab's für Magdeburg nicht viel zu holen im Karli, trotz spielerischer Überlegenheit blieben die drei Punkte am Babelsberger Park.
Die Vorbereitung der Nulldreier darf man als durchaus positiv bewerten - zumindest bis zur Rückkehr aus dem Trainingslager nach Potsdam. Dann standen nämlich mal wieder keine bespielbaren Rasenplätze zur Verfügung, weshalb die Mannschaft sich die vergangenen zwei Wochen mit Kunstrasen und Parkläufen zufrieden geben musste.
"Die ganze Vorbereitung ist im Arsch."Den Witterungsbedingungen musste auch der reguläre Punktspielauftakt am vergangenen Wochenende zum Opfer fallen musste. Hoffen wir, dass solche Zustände bald der Vergangenheit angehören - Wirtschaftskrise und Konjunkturpaket sei dank.
Spielerisch nachgelegt werden konnte wenigstens im Winter: während Tom Mauersberger den Verein verließt, konnte Ex-Bundesliga-Stürmer Babacar N'Diaye für den SVB gewonnen werden - vielleicht klappt's ja jetzt mal mit ein paar Treffern mehr.
Morgen um kurz vor Vier sind wir schlauer, dann können wir vielleicht doch noch träumen...
Freitag, Februar 27, 2009 | Tags: Demuth, Karl-Liebknecht-Stadion, Kiel, Konjunkturpaket, Magdeburg, Mauersberger, N'Diaye, Nulldrei, Potsdam | 0 Comments
Über mich
Blogroll
-
IndyCar: Analyse Grand Prix of Arlingtonvor 4 Tagen
-
-
-
-
Listing vom Donnerstag, 31.01.2019vor 7 Jahren
-
-
