Prominente Liste
Ja, das S-Bahn-Chaos schien sich gerade zu beruhigen in und um Berlin. Aber nein, nun sind die Räder immer noch nicht wieder heil, dafür aber auch die Bremszylinder austauschwürdig. Heißt, ab dem heutigen [sic!] Dienstag gibt's erstmal wieder nur Kurzzüge und 20-Minuten-Takt auf einigen Teilen des Netzes - der Rest wird halt gar nicht befahren. Nein, das heißt, so soll das ab Mittwoch aussehen. Was heute passiert, das weiß man nicht so genau. Es gibt einfach keinen Fahrplan.
Aber warum schreibe ich das alles? Weiß doch schon jeder, oder? Ich habe auf den Webseiten der S-Bahn Berlin GmbH eine nette Liste mit den vorerst wieder geschlossenen S-Bahnhöfen gefunden. Sehr prominent besetzt. Hervorhebungen stammen selbstverständlich von mir.
- Bellevue
- Charlottenburg
- Friedrichstraße (oben)
- Gehrenseestraße
- Grunewald
- Hackescher Markt
- Hauptbahnhof
- Heerstraße
- Hegermühle
- Hohenschönhausen
- Messe Süd
- Oberspree
- Olympiastadion
- Pichelsberg
- Savignyplatz
- Spandau
- Spindlersfeld
- Strausberg Nord
- Strausberg Stadt
- Stresow
- Tiergarten
- Wartenberg
- Westkreuz (unten)
- Zoologischer Garten
Dienstag, September 08, 2009 | Tags: Bahn, Berlin, S-Bahn | 0 Comments
Herbstliche Gedanken
Dieser Sommer scheint vorüber, zumindest wenn man nach der derzeitigen Witterung über Berlin geht. Auch wenn die Blätter in der Mehrzahl noch in grünem Gewand an Ort und Stelle verwurzelt sind. Aber alles eine Frage der Zeit - und das ist gut so. Denn der Herbst ist eh das Beste, was das Jahreszeitenallerlei zu bieten hat. Finde ich zumindest. Die Tage werden wieder kürzer, was natürlich den Tageslichtanteil meines Tages rapide sinken lässt. Und auch die schöne Zeit der Abende im Park ist erstmal wieder für einige Monate vorbei.
Als ich im Februar anfing zu bloggen, da war es der Frühling, der gerade über der Hauptstadt Einzug hielt. Der Frühling, der irgendwie ist wie der Herbst, nur in Richtung des anderes Ufers. Wenn Du draußen auf der See bist, dann weht Dir der Wind um die Nase, dann gibt's zwar auch eine Menge Wasser, aber die Sonne vergisst Dich nie vollkommen. Und dann kommst Du irgendwann am Ufer an und triffst auf eins der beiden Extreme, die sich längst nicht so sehr ähneln wie die da draußen auf hoher See. Der eine ist der unangenehme Gegner, den Du aber mit einem bisschen Fell den Schneid abkaufen kannst. Der andere lässt Dich dursten, Du schaust auf's Meer und wartest, dass das Boot endlich wieder ablegt. Ja, das ist es, das ist mein Herbst!
Sicher, es wird erstmal kalt - oder zumindest kälter. Aber was gibt es denn Schöneres als Heißgetränke, warme Decken und klare Luft? Kramen wir den olympischen Gedanken hervor: Dabei sein ist alles! Und das gilt natürlich auch für Euch vier Jahreszeiten. Doch auf dem Treppchen sind nunmal nur drei Stufen, es gibt nur Gold, Silber und Bronze. Alles was danach kommt, das ist Blech. Und so ist der Sommer in seiner ungetrübten Hitze für mich derjenige, auf den dies zutrifft. Er ist der Diskus- oder Hammerwerfer, der bei jedem Stoß seinen Ring verlässt, der Kugel- oder Speerwerfer, der immer und immer wieder seine Linie übertritt. Der Winter, der zieht sich, das dauert, bis er im Ziel ankommt - aber er packt's und holt Bronze. Silber für den Frühling, der einen enormen Antritt hat, aber desto näher er dem Ziel kommt, desto mehr geht ihm die Puste aus. Und der Herbst? Ja, der steht ganz oben, er wird schließlich vom Wind getragen.
Genug der ... soll ich sagen Poesie? Nein, ich glaube, das ist zu hoch gegriffen. Nennen wir es ganz plump Worte und heißen den Herbst herzlich Willkommen.
Wahllose Gedanken meets Hamburg, eine Perle feat. Premiumfernsehen
Ach ja, es ist mal wieder Zeit für wahllose Gedanken - einfach weil ich schlichtweg keine Zeit habe über irgendwas ausführlicher zu schreiben. Ich hab sie jetzt eigentlich auch nicht, aber mag grad auch einfach nichts Sinnvolles tun. Ausnahmsweise. Und deswegen nutz ich jetzt einfach mal meinen Twitter-Account als Notizzettel der letzten Tage, um nichts zu vergessen. Es folgt eine Abarbeitung der Geschehnisse (oh, heftiges Wort) seit Freitag.
Der fing schon super an: eine Mitfahrgelegenheit sollte mich mal wieder nach Berlin bringen, woraus aber nichts wurde. Fast am Hamburger Hauptbahnhof angekommen, schellte das Telefon. Unfall. Auto kaputt. Vom Lastwagen überrollt. Naja, fast - also angefahren. Schnell Freund und Helfer Bahn nach einem Ticket gefragt, gab es auch - für sagenhaft günstige 61,20 Euro. Waren schon die vergünstigten Konditionen. Und einen Sitzplatz auf dem Boden des ICE gab's gratis oben drauf. Oh, ich hätte fast die dreiunddreißig Minuten Verspätung vergessen zu erwähnen, die der Zug schon in Hamburg hatte. Über die weiteren Umstände, die so eine Fahrt mit sich bringt, hatte ich ja schon einmal berichtet.
Der restliche Tag wurde dann glücklicherweise besser, also deutlich besser. Ich hatte geladen zum Trällern unter Einfluss von Röstaromen. Tolles Wortspiel, ich klopf mir noch heute dafür auf die Schulter. Nach gemeinschaftlichem Frühjahrputz und ausgiebiger Shoppingtour gab's Fleisch und Wurscht, frisch von den glühenden Holzkohle gebräunt. Nachdem die Ins und Outs der Schürzen dieser Welt ausgemacht waren, ging's an die Beschaffung des gesangstechnisch notwendigen Equipments mit anschließendem, witterungsbedingten Fahrservice. Matze und Rudi gaben sich mit'm Bierchen in der Kralle an diesem Abend zum verdammten dritten Mal die Ehre: Friedrichshain in Extase, gut, dass die Ringbahn in den Schienen blieb. Wer jetzt noch mehr sehen und auch hören will, der suche selbst im Facebook danach - ich verlink' die Fotos und dieses unsägliche Video jedenfalls nicht.
Samstag begann mit einer sportlichen Tageshälfte: ich konnte mich kaum entscheiden, ob ich dem Qualifying in Barcelona oder dem Aufstieg der Unioner visuell oder der Niederlage meiner Nulldreier in Halle auditiv folgen sollte. Aufstieg adé, also nicht rechnerisch, aber endgültig. Es folgte die Bundesliga-Konferenz, an dieser Stelle vielen Dank nach Stuttgart. Eine Träne für das Exil konnte ich ja erst am Sonntag verdrücken. Danach schnell in die o2 World zu ALBA, ging gegen Oldenburg - das Ergebnis müsste ich jetzt googlen, die Hauptstadt hat jedenfalls gewonnen. Die Nacht schloss mit dem Morgen und der Vernichtung der bereits verstorbenen Fleischreste des Vortags.
Und hier kommt das Premiumfernsehen ins Spiel: Schwiegertochter gesucht! Die bewegende Geschichte von Hartmut und Nicole begleitete uns durch den Abend, einfach nur schön. Wer daran auch noch einmal zurückdenken möchte, hier die komplette Playlist auf YouTube.
Mein Sonntag gestaltete sich relativ entspannt, irgendwo zwischen der Sonne über den Dächern und nicht bearbeiteten, aber immerhin erstellten ToDo-Listen. Davon gab's Montag nach meiner Rückkehr nach Hamburg noch mehr, also von den Aufgaben und ihren Sammlungen. Arbeiten sich auch nicht wirklich ab, dafür geht das Arbeiten jetzt schon meist bis zwanzig Uhr. Nachfolgende Anrufe nicht ausgeschlossen. Und so seh ich grad gar nicht viel von der schönen Stadt und dem schönen Wetter, aber dafür sind's auch nur noch zwei Tage bis zum Wochenende. Puuuuuh.
Während ich das geschrieben hab, kam auch mein Abendessen an - musste heute mal sein. Und die Liga bleibt spannend, durfte ich gerade auf dem Handy bewundern. Ich mach jetzt doch noch ein bisschen was Produktives und dann geht's ab in die Nacht, heute mal zu verbringen zwischen Decke und Kissen.
Dienstag, Mai 12, 2009 | Tags: ALBA, Bahn, Berlin, EWE Baskets Oldenburg, Facebook, Formel 1, Hamburg, Matze und Rudi, Nulldrei, o2 World, Schwiegertochter gesucht, Stuttgart, Twitter, Union, YouTube | 0 Comments
Wahllose, heute sportliche, Gedanken
Es ist mal wieder Zeit für's Bloggen via Handy, schließlich bin ich gerade zum fünften Mal innerhalb von dreizehn Tagen auf den rund 300 Kilometern zwischen Berlin und Hamburg - und viel sinnvollere Dinge habe ich gerade nicht zu tun. Der Bus ist voll, für den Laptop bleibt kein Platz und der Kollege neben mir hat die Lektüre, die ich jetzt gut gebrauchen könnte: 11 Freunde.
Und in den Zusammenhang fällt mir direkt ein Thema ein, zu dem ich mich hier noch gar nicht geäußert hab: die Klinsmann-Entlassung. Ich verstehe sie - und doch irgendwie nicht. Hätte der Vorstand denn nicht schon bei seiner Verpflichtung wissen müssen, auf was man sich mit Klinsmann einlässt? Das Wissen besitzen, dass man jemandem wie Klinsmann weitreichende Handlungskompetenzen zugestehen muss. Wenn man jetzt zurückblickt, war das Projekt doch schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Und doch habe ich meine Meinung geändert: während ich in der Zeit vor Barcelona '09 noch dachte, die Klinsmann-Geschichte bräuchte einfach noch Zeit, bin ich nun der Ansicht, dass die Liason JK-UH-KHR einfach ein großes, teures Missverständnis war. Mein Umschwung ist ganz einfach zu erklären, ich dachte zunächst, das dünne Spielermaterial ist schuld an den Ergebnissen - ist es sicherlich auch, nur mit der Einschränkung, dass der Vorstand eben nicht bereit war und gewesen wäre, für Klinsmann anderes zu beschaffen. Siehe Donovan. Siehe van Bommel. Siehe Rensing. Siehe Podolski. Ob nun Heynckes oder Peter Neururer auf der Bank sitzt, ist mir eigentlich herzlich egal, Hauptsache, er ist in vier Wochen weg.
Um noch kurz auf die Ligalage einzugehen: bis gestern um 15:30 Uhr war der VfB für mich der Topfavorit auf die Meisterschaft, inzwischen ist es Wolfsburg. Aber die beiden spielen ja am nächsten Wochenende gegeneinander, da kann sich alles ändern, da kann der VfB wieder dick im Geschäft sein, die Bayern wieder fast aus eigener Kraft Meister werden. Hertha und Hamburg haben sich durch eben ein solches direktes Duell heute wohl aus dem Titelkampf verabschiedet.
Drei Ligen tiefer sieht es nicht mehr so gut aus für meine Nulldreier. Hatte man das direkte Duell mit Holstein in der vergangenen Woche gewonnen, wäre man jetzt punktgleich mit den Störchen Zweiter, so langt's zu Platz 3 und sechs Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter, der heute ohne Punkte gegen Halle blieb. Die Hallenser sind somit weiterhin mit guten Chancen auf den Platz an der Sonne unterwegs und am kommenden Wochenende unser Gegner. Am Maifeiertag gastierte die zweite Mannschaft von Hansa Rostock im Karli, durch Tore von Daniel Frahn und Jimmy Hartwig hieß es an diesem sonnigen Freitagnachmittag zwei zu null für die Guten und in diesem Fall auch Besseren.
Genug Gedanken gefasst, Hamburg ist zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber meine Daumen wollen nicht mehr so recht mit der Handy-Tastatur harmonieren.
Gesehen: The International
Ich bin ja nicht der große Filmfreak, aber ab und zu muss ein Kinobesuch ja doch mal sein. Macht ja auch Spaß. So war es also am vergangenen Dienstag wieder soweit, The International in der UCI Kinowelt.
Der Film war gut, spannend, unterhaltsam - aber es hat einfach nicht gemenschelt. Nicht, dass ich mir ein 08/15-Lovestory gewünscht hätte, das hätte auch gar nicht gepasst, aber irgendwas hat einfach gefehlt.
Schön anzusehen waren die europäischen Schauplätze in Berlin, Mailand, Lyon - da fühlt man sich fast ein bisschen zu Hause, identifiziert sich mehr mit dem Film. Trotzdem war's keiner, der hängen bleibt, keiner, über den man reden muss.
Alles in allem, 7 aus 10 Punkten von mir - wär aber mehr drin gewesen.
Montag, März 02, 2009 | Tags: Berlin, Filme, Lyon, Mailand, Owen, The International, Tykwer, UCI Kinowelt, Watts | 3 Comments
First Steps
Eigentlich sind es nämlich gar nicht meine ersten Schritte im Blogging - aber nach eineinhalb Jahren Abstinenz ist es an der Zeit, einen neuen Versuch zu wagen.
Was war bisher mein Hinderungsgrund, tja, das fehlende Thema. Drum habe ich mich entschlossen, hier keine Eingrenzung vorzunehmen und vielmehr über all dies zu schreiben, was mich bewegt, fesselt, unterhält.
Berlin, mein Kiez - Potsdam, meine Heimat.In diesem Sinne, der Frühling ist da!
Bier, mein Wein - Fußball, mein Elixier.
Mein Studium, meine Arbeit, mein Leben.
Alles meins?
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