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Premiumfernsehen - heute: U20 - Deutschland, deine Teenies

Die 17-Jährige Samira will Moderatorin bei der 9live (im Folgenden 'Scheiße hoch 9' genannt) Call-in-Show LaNotte werden. Ihre Mutter ist davon nicht sehr begeistert, schließlich zeigt man ja bei dieser höchst anspruchsvollen Sendung ein bisschen Haut. Samira lässt sich trotzdem nicht davon abhalten, schließlich steht auch ihr bester Freund hinter ihr. Ganz uneigennützig verkennt er alle Risiken, nein, auch Männer würden nicht einschalten um sich ... sagen wir: inspirieren zu lassen. Und so übt Samira Tag für Tag ihre Performance vor dem heimischen Spiegel um bestens gerüstet zu sein für die Zuschauer, die irgendwann bei ihr "geiles Geld" gewinnen wollen. Arschgeile Alliteration.


Um ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen, schreibt Samira einen Brief an ihr Idol, Biggi Bardot, ihres Zeichen Moderatorin bei LaNotte. Und wer hätte es gedacht - Biggi lädt ihren wohl einzigen weiblichen Fan zu sich nach München ein. Mutter Cornelia ist davon natürlich nicht sehr begeistert, schließlich wird auch noch Geld für die Fahrt nach München benötigt. Aber kein Problem, wozu hat man denn beste Freunde, die einem das ausleihen können. Und so geht's zu Biggi, die an diesem Tag ein Erotik-Shooting im Terminplan hat. Samira darf zusehen - und, kaum zu glauben, auch am Ende selbst mitmachen. Aber natürlich erstmal nur im Abendkleid.

Nach der Rückkehr sucht Cornelia das Gespräch, ein Tag in der Wellness-Oase soll wieder Annäherung zwischen Mutter und Tochter schaffen. Ja, das tut er natürlich auch - Cornelia verspricht, ihrer Tochter voll und ganz bei der geplanten Moderationskarriere zur Seite zu stehen. Samira ihrerseits nimmt davon Abstand, sich vor der Kamera auszuziehen. Zumindest vorerst. Hach, ist das schön!

Cornelia hält Wort, schon wenige Tage später darf sich ihre Tochter bei einer Agentur vorstellen, ein kleines Casting steht ihr bevor. Aufgaben werden ihr gestellt, sie versagt kläglich. Aber dann kommt ihre Stunde, nach Bitten und Betteln räumen ihr die Caster eine letzte Chance ein, sie darf ihre einstudierte LaNotte-Performance mal weit weg vom eigenen Spiegel vorstellen. Nun, wer jetzt denkt, das war absolut lächerlich, der hatte selbstverständlich Recht. Lag vielleicht aber auch daran, dass sie nicht in Unterwäsche 'moderieren' durfte. Wird also wohl nichts mit der Karriere, aber so schnell gibt eine Samira ja nicht auf.

Es gibt da schließlich noch eine Biggi Bardot, die Samira erneut nach München einlädt. Diesmal gibt es kein Fotoshooting, nein, eine ganze Sendung soll im Duett testweise moderiert werden. Na wenn das nichts ist? Schließlich hatte doch Samira seit Jahren nur auf diesen Tag vor dem heimischen Spiegel hingearbeitet. Und dann? Sie kneift! Begreift, dass so eine Erotiksache für sie mit siebzehn doch noch nichts ist. Hätte sie ja auch gar nicht gedurft, sagt Biggi später - casten kann man ja aber schon mal. Und das ist natürlich noch nicht das Ende aller Träume bei Scheiße hoch 9 - denn schließlich gibt's da noch einen Jürgen Milski, seinerseits Big Brother-Bewohner der ersten Stunde. Und der erkennt natürlich direkt Samiras Talent - wenn nicht er, wer dann?

Hach, ich wüsste gern, wie es mit Samira weitergegangen ist, aber leider war es dann für diesen Tag vorbei mit Deutschlands Teenies. Schade.

Es ist wieder Zeit für wahllose Gedanken

Ja, wieder gab's drei Tage keinen Eintrag, dann muss ich das jetzt wohl wieder im Schnelldurchlauf nachholen. Wieso gab's keinen? Mein Terminplan ist so voll wie lange nicht mehr, vielleicht wie noch nie. Die Lücken kann ich locker mit ToDo's ausfüllen. Aber neun von siebzehn Wochen ohne Urlaub sind geschafft: Schulung, Theorie, Klausuren, Schulung, Projekt - dann ist es schon soweit. Beim Blick in meinen Kalender konnte ich mich gestern trotzdem freuen: dank Ostern gibt's sechs freie Tage in Folge zwischen Klausuren und Schulung - und das ohne einen einzigen Urlaubstag zu verschwenden. Wahnsinn!

Was soll ich eigentlich groß von meinem Wochenende berichten? Es war irgendwie gewöhnlich, mein Schlafrhythmus ist wie so oft im Arsch, kann aber dank Schlafdefizit wohl schnell wieder vorlesungstauglich angepasst werden. Krank bin ich auch, zumindest würden andere Leute das so nennen - hab' ich aber keine Zeit für. Ach ja, Jimi Blue erfreute mich zu allem Überfluss am Samstagabend, respektive Sonntagmorgen, akustisch. Ich dachte immer, DJs, die noch richtig mit Vinyl arbeiten, wären eigentlich ganz cool. Muss getäuscht haben.

Da fällt mir glatt eine Fragestellung ein, die mich zwischen Berliner Pilsener und Jever Lime beschäftigte: Gibt es in Clubs bestimmte Pflichtsongs, die jeder DJ spielen muss? Ich kann kaum glauben, dass es Zufall sein soll, einige musikalische Meisterwerke unabhängig vom Mann an den Reglern, sei er Vinyl-, Plastik- oder Festplatten-Akkrobat, nahezu immer an diesem Ort zu hören, während es um genau die gleichen musikalischen Ergüsse in anderen Einrichtungen eher spärlich bestellt ist.

Was gab's noch? Nulldrei hat gewonnen in Altona, zwei zu eins, Treffer vom Frahner und Jimmy Hartwig bescheren den zweiten Sieg in Folge, den elften insgesamt. Durch die Dreier von Kiel und Magdeburg bleibt's beim vierten Tabellenplatz und sieben Punkten auf die Spitze, nach hinten sind's mittlerweile zehn Punkte bis Platz fünf und der Zweiten aus Hannover. Nächsten Samstag kommt Türkiyemspor an den Babelsberger Park, drei Punkte sind Pflicht.

Bundesliga war an diesem Wochenende recht überraschungsfrei, Ausnahme vielleicht das 4:0 der Bremer gegen Stuttgart. Hertha gewinnt schon wieder, das reicht jetzt aber langsam mal. Hoffenheim mit dem erwarteten Einbruch in der Rückrunde, die müssen ganz schön kämpfen um in den internationalen Rängen zu bleiben. Stuttgart, Schalke und Leverkusen schwächeln allerdings auch, sodass sich von hinten derzeit noch nicht so viel Druck ergibt. Bayern sechs bis acht Wochen ohne Klose, das wird schwer. Kann man nur hoffen, dass Toni bald zurückkommt. Nahezu ohne Stürmer (Sorry, Poldi!) wird's vor allem in der Champions League fast unmöglich.

Was gibt's noch Spannendes? Wie Stefan Niggemeier berichtet hat SpOn in Sachen Amoklauf nachgelegt. Und wer am Freitagabend Schlag den Star auf Pro Sieben gesehen hat, wird vielleicht genauso irritiert gewesen sein wie ich. Mehr dazu gibt's von Peer Schader im F.A.Z.-Fernsehblog.

Fast vergessen: ich hab' eine neue Einschlaflektüre, Statistische Methoden der BWL und VWL. Ich würde fast sagen, das ist noch schlimmer als Romeo und Julia auf dem Dorfe und Kleider machen Leute zusammen. Damals wollte man mir immer weismachen, dass ich irgendwann den Gottfried Keller zu schätzen wissen werde - und ich hab's nicht geglaubt. Jugendliche Naivität.

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