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Gehört: EL*KE | Virginia Jetzt! | Brockdorff Klang Labor

Ja, ich hatte ein ziemlich musikalisches Wochenende. Und kalt war's! Dieser Juni könnte doch endlich mal warm werden, aber heute war's ja wenigstens mal annehmbar. So richtig Hoffnung habe ich ja für die nächste Woche auch nicht, wenn ich der Wettervorhersage Glauben schenken soll. Aber bald hat es sich ja mit der Schafskälte, dann muss der Sommer ja mal aufziehen. Muss!


Nun aber zum Thema und zum Freitag. Am Campus Griebnitzsee fand im Rahmen des festival contre le racisme das alljährliche Sommerfest statt. Allein schon dieses Motto war natürlich einen Besuch wert, auch wenn die Uni Potsdam und ich nicht zusammengehören. Dazu gab's ein doch ganz ordentliches Line Up, das Bier in der 0,4 Liter-Ration für 1,50 Euro und auch bei der Nahrung wurde der Geldbeutel geschont. Richtig studentisch eben.

Um kurz auf die Musik einzugehen: Die ersten drei Bands verpasste ich leider - oder zum Glück, wie ich bei den Kleinmachnower HipHoppern Klartext sagen muss. Vor einigen Jahren durfte ich bei den f6 Music Awards erleben, wie Klartext den Berlin-Brandenburgischen Vorausscheid siegreich bestreiten konnte - zu meinem totalen Unverständnis. Im Finale durfte ich sie dann nochmal erleben, hier scheiterte man allerdings an der Konkurrenz, die u.a. aus den damals noch recht unbekannten Polarkreis 18 bestand. Am Griebnitzsee waren da außerdem noch Die Ciaoceskos und das Berlin Boom Orchestra, die mir entgangen sind - und zu denen ich auch ehrlich gesagt nichts Ergiebiges schreiben kann.

Bei meiner Ankunft spielte gerade das Brockdorff Klang Labor - experimentell trifft es wohl am besten und mehr will ich dazu auch gar nicht sagen. Virginia Jetzt! war dann nett anzuhören, machen keine schlechte Musik und sind durchaus hin und wieder hörenswert. Ich würd' ihnen jetzt zwar nicht hinterherreisen, aber für lau kann man die vier Jungs aus der Lausitz schon mal mitnehmen. Der Abend wurde beschlossen von den Berliner Punk-Rockern EL*KE, was aufgrund der Musik etwas Wärme bei mir zurückbrachte. Vor vielen Jahren hatte ich die Band schon einmal gesehen, ich glaube damals im Lindenpark. Viel Erinnerung daran habe ich nicht mehr - und wenn, dann nur Positives, das sich auch erneut bestätigte.

Alles in allem ein netter Abend, der dann jedoch zur rechten Zeit zu Ende ging. Meiner Gesundheit taten diese Temperaturen gar nicht gut, aber was tut man nicht alles...

Zu Besuch: Koslowski's

Nein, in diesem Beitrag geht es nicht um mein Alter Ego Helmut Koslowski, auch wenn dazu mal bei Gelegenheit ein Eintrag fällig wäre. Es geht um die Koslowskis aus Potsdams Dortustraße 7. Da, wo früher das Irish Pub zwischen Bar Gelb und Craddock beheimatet war, ist seit einigen Wochen ein neuer Thekenwart aktiv.

Vater und - so denke ich zumindest - Sohn Koslowski haben den Laden etwas umgestaltet, neue Farbe kam an die Wände, der Laden wirkt heller und freundlicher als es zuvor der Fall war. Dazu gibt es eine interessante Bierauswahl, Guinness und Kilkenny haben das Irish Pub überlebt, neu dazu kam etwa ein tschechisches Budweiser Dark Lager und das Patrizier Bräu Albrecht Dürer Pils aus dem Hause Tucher.

Insgesamt sechs verschiedene Fassbiere sorgen für ein recht umfangreiches Angebot, dazu gibt's 10-Zentiliter-Cocktails, die Koslowski Senior kreativ bei Nennung eines mit -los endenden Worts zusammenwürfelt. Der kam nämlich schon weit rum, hat lange auf der Insel gearbeitet und nach eigener Aussage wohl vor 25 Jahren den Flying Hirsch erfunden.

Eine nette Musikauswahl und ein Absacker auf's Haus runden meinen positiven Eindruck ab - und was ganz wichtig für mich ist: die Öffnungszeiten. Da gibt's keine festen, Koslowskis haben auch unter der Woche mal locker bis 4 Uhr geöffnet. Und das ist ja in Potsdam, mit Ausnahme einiger Lokalitäten, deren Gäste ich nicht immer zu schätzen weiß, wohl eine Rarität.

Gedanken, wahllos

Mensch, drei Tage kein Blogeintrag, das ist nicht gut. Aber meine Zeit ist derzeit knapp, es gibt trotzdem wieder mehr, versprochen! Ich fass jetzt einfach mal ein paar Sachen wahllos in diesem Post zusammen, über die ich teilweise eigentlich mehr schreiben wollte, aber nicht kann.

Donnerstag wollte ich eigentlich noch groß über den Frühling schreiben, tagsüber war geiles Wetter und ich hatte mir sogar vorgenommen ein bisschen laufen zu gehen. Hätt' ich Bio und Chemie nicht schon nach der Sek. I nicht mehr angewählt, wäre jetzt hier eine ewig lange Abhandlung darüber gefolgt, was der nahende Frühling für Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Hab ich aber - und so bleibt Euch das erspart. Jedenfalls hat's natürlich pünktlich gegen Mitternacht angefangen zu regnen, bin trotzdem gelaufen - war nass.

Freitag - so viel hatte ich ja schon getwittert - war Rückrundenheimauftakt für Nulldrei. Ich habe mich so sehr auf das Spiel gefreut, seit viereinhalb Monaten war ich nicht im Karli. Drei Heimspiele verpasst wegen meiner Arbeit in Aachen, dann diese unendlich lange Winterpause, Spiel gegen Wilhelmshaven abgesagt - also war's nun Cottbus Zweite. Um's kurz zu machen: das Spiel war eines der Schlechtesten, was ich in den vergangenen Jahren gesehen hab. Am Ende leistungsgerecht 1:1-Unentschieden, Support war nicht doll, die Nazis im Gästeblock waren's noch weniger. Hätte so schön werden können - und ich kann mir immer noch nicht erklären, wieso es das nicht wurde, war doch Babelsberger Wetter - also auch nass.

Kleine Gedankenstütze am Rande:

Babelsberg, mein Sportverein,
Du sollst nie alleine sein.
Diese Liebe sollst Du haben,
Blau und Weiß sind uns're Farben.
Freitagabend, Nachtleben, Musik war gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt besser als erwartet. Da trifft man eigenartigerweise sogar Leute von früher. Komisch. Die waren sonst immer im Waschhaus, wo jetzt - also zum Beispiel Samstag - kaum jemand ist.

War schon mal jemand im Café Rothenburg? Ziemlich verrentnert da, zumindest optisch - richtig alt wurd's aber im Gutenberg 100, wo Matze und Rudi ihr erstes Comeback gaben. Dieses Mal nur drei Groupies, dazu auch noch männliche. Letztes Mal lief's besser, lag aber wahrscheinlich auch am da noch vorhandenen Publikum. Das wartete-tete-tete auf Bumerang. Bumerang hat aber eben jenes verrentnerte Publikum frühzeitig nach draußen befördert, in dem Glauben jemand vermisse sie wie die Hölle. Ich fand's trotzdem gut.

Demnächst an dieser Stelle mehr.

Einmal zurück ins Leben eines Teenagers

Zumindest für einen Vormittag - ich sollte besser sagen eine Nacht - tat das in dieser Woche not. Denn schließlich hat man ja als BA-Student so seine Pflichten, wie etwa die, sein Studium und sein Unternehmen positiv an alter Wirkungsstätte, genauer gesagt Schule, darzustellen.

Also begab ich mich am Dienstag zu studentenschlafender Zeit gegen sechs Uhr aus dem Haus, um die Reise nach Potsdam anzutreten. Pünktlich wie selten traf ich zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn, angesichts meines doch erheblichen Schlafdefizits erstaunlich aufgeweckt, zur Vorbereitung meiner Präsentation ein.

Nun, es war eigentlich alles wie immer, außer dass man die Türen umlackiert hat - sie sind jetzt nicht mehr orangefarben, sondern erstrahlen in einer Mischung aus mausgrau und cremegelb. Und im Vestibül hat man eine Sitzgruppe aufgestellt.

7:45 Uhr - das schrille Klingeln, das wohl eher als verspäteter Wecker fungieren soll, ertönte. Man, ich hatte es vermisst, diesen unsagbar schrecklichen Ton am Anfang jeder Stunde - und den unglaublich wundervollen Klang am Ende der 45 Minuten.

Einhundert Minuten später war mein Auftrag gegessen, einige Interessenten hatten sich gefunden, etwa ein Drittel der Anwesenden, was ein ziemlich guter Wert ist, wie ich finde. Wieder ging's die Treppen runter, wie früher tagtäglich. Wieder ging's ins Banzai, wie früher fast tagtäglich. Ein Kaffee, ein Tee, ein Red Bull - alles half nichts, die Müdigkeit war nun langsam da.

Nett war's gewesen, so unbeschwert und entspannt waren die Zeiten. Zurück will ich trotzdem nicht, einmal Teenager sein reicht. Allein schon wegen des frühen Aufstehens.

Das Experiment

Samstagabend in Potsdam. Passiert.

Und ich hatte auch noch meinen experimentellen Abend.

Wo beginnt man den am besten? Natürlich im Lapis Lazuli! Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie war die Kellnerin uns nicht wohlgestimmt. Vielleicht lag es auch bloß daran, dass sie ungläubig war, wieviel man in einer Stunde trinken kann. Nun ja, ihr kurz bei der Rechnung auf die Sprünge geholfen, erstes Experiment beendet.

Tatort zwei: First Kebab. Eigentlich nichts Neues für mich, schließlich war ich früher dreimal die Woche dort. Heute aber sollte es einmal etwas anderes sein, ein Dürüm Döner, den ich eigenartiger Weise noch nie zuvor gegessen hatte.

Nein, ich würde ihn nicht weiterempfehlen. Mir erschließt sich nicht der exorbitante Unterschied zur türkischen Pizza - außer der Preis. Nun ja, weiter ging's...

Potsdam ist ja so eine Geschichte für sich, das Angebot an Samstagabendbeschäftigungen ist zumindest überschaubar. Alle Möglichkeiten abgewogen, blieb nur noch der Lindenpark als Location übrig, in dem wir unseren Abend verbringen sollten.

Ich weiß nicht, wie lange ich nicht mehr dort war - aber ich weiß wieder, wieso es so lange Zeit her war. Rock Shock!

Zuvor hatte ich gewettet. dass es uns durch unseren Besuch gelingt, die Gästeanzahl kurzfristig zumindestens zu verdoppeln. Es ging um viel, kein Geld, kein Bier, nein: Ruhm und Ehre!

Nun, ich habe die Wette verloren, aus vier nach neun. Mehr als zwanzig wurden es auch im Verlauf des Abends nicht mehr.

Mein Tipp: wer günstig eine Privatparty mit eigenem DJ schmeißen will, der ist dort verdammt gut und günstig aufgehoben. Wenn's keiner tut, nehm ich mir erstmal wieder eine mehrjährige Auszeit davon.

Experiment gescheitert? Ja. Ich vertrau im Zukunft wieder auf Altbewährtes, am Dienstag zum Beispiel auf das Waschhaus und Sven van Thom. Ich fürchte, das wird auch nicht besser, aber für freien Eintritt werden wohl mehr Leute den Weg dort hin finden...

Noch zwei Stationen bis zum Ostkreuz, ich muss erstmal drüberhinwegschlafen. Gute Nacht!

Auf geht's in die Rückrunde

Wenn nichts Unvorhersehbares passiert, startet für den SV Babelsberg morgen das Spieljahr 2009 - und das ausgerechnet beim Favoriten in Magdeburg.

Die Rückrunde, das ist ja inzwischen ein rotes Tuch, 2004-'06 hat man in eben jener den Aufstieg verspielt, '07 dann hat's endlich geklappt, auch wenn zeitweise noch ganz schön gezittert werden musste. Im vergangenen Jahr der direkte Wiederabstieg, bedingt sicher auch durch die neue eingleisige dritte Liga. Aber nun ja, auch diese Rückrunde war recht frei von positiven Überraschungen.

Nun ist es also wieder soweit - und obwohl Trainer Dietmar Demuth in der Winterpause als Saisonziel den Aufstieg ausgegeben hat, kann ich nicht so ganz daran glauben, dass das gegen finanziell übermächtige Konkurrenten wie eben Magdeburg und Kiel möglich sein soll. Aber das ist ja das schöne am Fußball - wichtig is' auf'm Platz.

Am vergangenen Wochenende trennten sich beide 1:1-Unentschieden, was uns zunächst einmal in die Karten spielen dürfte. Im Hinspiel gab's für Magdeburg nicht viel zu holen im Karli, trotz spielerischer Überlegenheit blieben die drei Punkte am Babelsberger Park.

Die Vorbereitung der Nulldreier darf man als durchaus positiv bewerten - zumindest bis zur Rückkehr aus dem Trainingslager nach Potsdam. Dann standen nämlich mal wieder keine bespielbaren Rasenplätze zur Verfügung, weshalb die Mannschaft sich die vergangenen zwei Wochen mit Kunstrasen und Parkläufen zufrieden geben musste.

"Die ganze Vorbereitung ist im Arsch."
Den Witterungsbedingungen musste auch der reguläre Punktspielauftakt am vergangenen Wochenende zum Opfer fallen musste. Hoffen wir, dass solche Zustände bald der Vergangenheit angehören - Wirtschaftskrise und Konjunkturpaket sei dank.

Spielerisch nachgelegt werden konnte wenigstens im Winter: während Tom Mauersberger den Verein verließt, konnte Ex-Bundesliga-Stürmer Babacar N'Diaye für den SVB gewonnen werden - vielleicht klappt's ja jetzt mal mit ein paar Treffern mehr.

Morgen um kurz vor Vier sind wir schlauer, dann können wir vielleicht doch noch träumen...

First Steps

Als ich vorhin auf dem Heimweg war und feststellte, dass der Frühling endlich in Berlin angekommen ist, da wurde ich (mal wieder) kreativ. So kreativ, dass ich mich entschlossen habe, meinen eigenen Blog zu starten - oder besser wiederaufleben zu lassen.

Eigentlich sind es nämlich gar nicht meine ersten Schritte im Blogging - aber nach eineinhalb Jahren Abstinenz ist es an der Zeit, einen neuen Versuch zu wagen.

Was war bisher mein Hinderungsgrund, tja, das fehlende Thema. Drum habe ich mich entschlossen, hier keine Eingrenzung vorzunehmen und vielmehr über all dies zu schreiben, was mich bewegt, fesselt, unterhält.
Berlin, mein Kiez - Potsdam, meine Heimat.
Bier, mein Wein - Fußball, mein Elixier.
Mein Studium, meine Arbeit, mein Leben.
Alles meins?
In diesem Sinne, der Frühling ist da!



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